DSG Pflegewohnstift Hönow




Interview

Frau Gerson

Gespräch mit Heimleitung Melanie Gerson

 

Seit wann sind Sie bereits im Pflegewohnstift Hönow tätig?

Ich habe das Pflegewohnstift am 01.01.2009 übernommen. Bei der Deutschen Seniorenstift Gesellschaft habe ich schon 3 Monate vorher angefangen: Als Trainee in Potsdam Babelsberg.

 

Wie sind Sie in die Pflegebranche gekommen?

Ich sage immer, dass ich wie die Jungfrau zum Kind in die Altenpflegebranche gekommen bin (lacht). Ich habe vorher eine Rehabilitationsklinik einer Kette in Ludwigshafen aufgebaut und geleitet. Wir haben uns dort mit dem Thema EDV-gestützte Dokumentation auseinandergesetzt. Bei meinen Recherchen bin ich in diesem Zusammenhang zufällig auf die Deutsche Seniorenstift Gesellschaft gestoßen, die sich auch mit diesem Thema beschäftigt. Da die Sehnsucht nach Zuhause immer stärker wurde und die DSG einige Einrichtungen in Brandenburg betreibt, habe ich mich spontan beworben.

 

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Meine Familie ist mein persönlicher Ausgleich: Ich bin verheiratet und habe zwei Töchter, mit denen ich jede freie Minute verbringe. Die beiden Prinzessinnen halten mich immer auf Trab und erfüllen mein Leben.

 

Welcher Aspekt an Ihrer Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß?

Besondere Freude macht mir die Arbeit mit meinem Team. Die Atmosphäre ist sehr gut und wir haben ein tolles Miteinander. Außerdem macht es mir sehr viel Spaß, zu sehen, wie die Bewohner bei Veranstaltungen und Ausflügen aufblühen.

 

Wie binden und fördern Sie gute Mitarbeiter?

Was uns besonders macht, ist ja unser 7/7-Arbeitszeitmodell für die Pflege: Die Pfleger arbeiten an 7 aufeinanderfolgenden Tagen für 10 Stunden plus 2 Stunden Pause und haben danach 7 Tage frei. Das gibt den Mitarbeitern die Möglichkeit, sich in der freien Zeit wirklich zu erholen und neue Kraft zu tanken. Außerdem findet pro Wohnbereich jedes Jahr ein Team Event statt. Und wir bieten natürlich auch viele Fortbildungen an. Die Mitarbeiter schätzen auch unsere sehr flache Hierarchie: Es ist immer jemand aus dem Leitungsteam ansprechbar und unsere Türen stehen bei Fragen oder Problemen immer offen.

 

Was bieten Sie speziell für Angehörige an?

Bereits im Aufnahmeprozess begleiten wir die Angehörigen sehr eng. Wir nehmen uns sehr viel Zeit, gehen auf alle Fragen und Probleme ein. Das ist uns sehr wichtig und sorgt dafür, dass die Bewohner und Angehörigen nach dem Einzug zufrieden sind und es zu keinen Problemen oder Missverständnissen kommt. Außerdem sind die Angehörigen natürlich zu den Festen und Veranstaltungen herzlich eingeladen, was auch sehr gut angenommen wird. Abgesehen davon gibt es bei uns Angehörigenabende und wir informieren in Info-Briefen regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und Veränderungen in der Pflege.

 

Worauf sollten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Wahl der Pflegeeinrichtung besonders achten?

Mein persönlicher Rat ist: Der erste Eindruck zählt. Fallen unangenehme Gerüche auf? Wie werde ich empfangen? Wie gehen die Mitarbeiter auf mich zu? Wie werde ich beraten? Habe ich das Gefühl, dass meine Fragen und Probleme ernst genommen werden und sich jemand wirklich Zeit für mich nimmt? Ich denke, das ist das allerwichtigste.

Die Entscheidung, seine Mutter, seinen Vater oder seinen Partner ins Pflegeheim zu geben ist so einschneidend, dass ein gutes Vertrauensverhältnis die Basis für die kommende Zeit ist. Deshalb sollte man sich auf jeden Fall mehrere Einrichtungen anschauen. Und man sollte sich fragen: Wo kann ich mir vorstellen, dass es meinem Angehörigen wirklich gut geht? Wo habe ich das meiste Vertrauen? Das alles hat nichts damit zu tun, ob das Pflegeheim neu oder alt ist, es geht hauptsächlich um die Menschen, die dort arbeiten.


Interview

Frau Pacholski

Gespräch mit Pflegedienstleitung Kornelia Pacholski

 

Seit wann sind Sie bereits im Pflegewohnstift Hönow tätig?

Ich habe im Oktober 2010 als Qualitätsbeauftragte bei der Deutschen Seniorenstift Gesellschaft angefangen und war sowohl für das Pflegewohnstift Hönow als auch für das Pflegewohnstift Babelsberg zuständig. Vorher habe ich viele Jahre lang Erfahrung als Pflegedienstleitung in anderen Einrichtungen gesammelt. Als unsere Heimleitung in den Mutterschutz gegangen ist, wurde ich gefragt, ob ich diese Rolle wieder übernehmen möchte – und seitdem bin ich Pflegedienstleitung hier im Haus.

 

Wie sind Sie in die Pflegebranche gekommen?

Ich bin mittlerweile seit über 30 Jahren in der Pflege tätig: 1987 habe ich meinen Abschluss zur Krankenschwester gemacht. Zuvor habe ich zwei Jahre lang in Rostock Medizin studiert, aber das Studium – jung wie ich war – leider abgebrochen (lacht). Als Krankenschwester bin ich von Anfang an in der Altenpflege aktiv gewesen und arbeite nach wie vor sehr gerne mit alten Menschen zusammen. Ich finde, dass alte Menschen es verdient haben, dass die Gesellschaft sich um sie kümmert und sowohl Fürsorge als auch Hilfe anbietet.

 

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Ich verbringe sehr viel Zeit mit meiner Familie und habe eine kleine Enkeltochter, um die ich mich sehr gern kümmere. Das ist eine tolle und sehr entspannende Abwechslung für mich. Außerdem habe ich selbst eine pflegebedürftige Mutter, die auch in einem Pflegeheim lebt. Meine berufliche Erfahrung hat mir da sicherlich einiges erleichtert, aber es ist natürlich eine schwierige Entscheidung gewesen.

 

Welcher Aspekt an Ihrer Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß?

Ich habe von Anfang an sehr gerne in diesem Haus gearbeitet. Die Zusammenarbeit mit der Heimleitung und den Mitarbeitern ist sehr offen und positiv – wir sind ein tolles Team. Ich versuche, immer für die Mitarbeiter in der Pflege da zu sein und dazu beizutragen, dass sie gern hier arbeiten.

 

Worauf sollten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Wahl der Pflegeeinrichtung besonders achten?

Wichtig ist meiner Meinung nach der Wohlfühlfaktor und das Bauchgefühl: Wie wird man begrüßt? Wendet sich mir jemand offen und freundlich zu? Wie viel Beratung bekomme ich und geht jemand auf meine Fragen ein? Außerdem ist natürlich die Sauberkeit im Haus sehr wichtig. Es muss meiner Meinung nach nicht die modernste Einrichtung sein – aber es sollte sauber sein und nicht riechen. Die Pflege und Betreuung sind meiner Meinung nach in den meisten Einrichtungen sehr ähnlich. Unterschiede sind vor allem im Zwischenmenschlichen und in der Atmosphäre zu spüren.

Interview

Frau Thümmler

Gespräch mit der Qualitätsbeauftragten Romy Thümmler

 

Seit wann sind Sie bereits im Pflegewohnstift Hönow tätig?

Ich bin seit 2007 bei der Deutschen Seniorenstift Gesellschaft tätig und arbeite seit 2013 hier im Pflegewohnstift Hönow.

 

Wie sind Sie in die Pflegebranche gekommen?

Den Wunsch, in der Pflege zu arbeiten, habe ich bereits sehr lange, da mein Opa pflegebedürftig war. Außerdem gibt es in der Pflegebranche sehr vielseitige und zukunftsorientierte Berufe, bei denen man sowohl sein Herz als auch seinen Verstand einbringen kann – das hat meine Entscheidung leicht gemacht.

Nach meiner Ausbildung zur Altenpflegerin habe ich zunächst fünf Jahre lang in einer Leipziger Einrichtung der DSG als Pflegefachkraft und später als Wohnbereichsleitung auf einem Demenz-Wohnbereich gearbeitet. Zudem habe ich in einer anderen DSG Einrichtung einen neuen Wohnbereich aufgebaut, der sich auch hauptsächlich an Bewohner mit Demenz gerichtet hat. Im Anschluss an meine berufsbegleitende Weiterbildung zur Pflegedienstleitung im Jahr 2012 bin ich nach Berlin gezogen und habe hier in dieser Einrichtung zunächst ein Jahr als Qualitätsbeauftragte gearbeitet. Nach der Eröffnung des zweiten Hauses war ich als stellvertretende Pflegedienstleitung für die Pflege im neuen Haus verantwortlich. Seit dem Ende meiner Elternzeit habe ich gemeinsam mit einer Kollegin nun wieder das Qualitätsmanagement übernommen.

 

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Ich habe vor kurzem einen kleinen Sohn bekommen, mit dem ich jede freie Minute verbringe.

 

Welcher Aspekt an Ihrer Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß?

Die Arbeit mit den Menschen macht mir am meisten Freude. Zum einen mit den Bewohnern: Jeder hat seine ganz eigene Biografie. Zum anderen aber auch die Arbeit mit den Mitarbeitern: Es macht mir Spaß, Schulungen zu geben, Mitarbeiter anzuleiten und sie bei ihrer Entwicklung zu unterstützen.

 

Worauf sollten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Wahl der Pflegeeinrichtung besonders achten?

Besonders wichtig ist meiner Meinung nach, wie die Stimmung im Haus ist und wie die Mitarbeiter mit den Bewohnern und auch untereinander umgehen. Schlechte oder gereizte Stimmung ist immer ein Indiz dafür, das etwas nicht stimmt. Außerdem sollte man bei den Gesprächen vor dem Einzug darauf achten, wie viel Zeit sich genommen wird und ob auch mal die Pflegedienstleitung vor Ort ist und sich Zeit nimmt, um den Pflegebedürftigen kennenzulernen und mit den Angehörigen zu sprechen.