Seniorenstiftung PflegeWohnen - Haus 33




Interview

Frau Saegling

Gespräch mit Einrichtungsleiterin Bettina Saegling


Seit wann sind Sie bereits im Haus 33 tätig?

2002 habe ich als Sozialarbeiterin in der Seniorenstiftung Prenzlauer Berg angefangen – damals noch im alten Haus 33. Während des Neubaus sind dann ja alle Bewohner und Mitarbeiter in das sanierte Haus 32a – direkt nebenan – gezogen. Auch dort war ich bis 2008 im Sozialdienst tätig und kurze Zeit Einrichtungsleitung. Mit Eröffnung des neuen Hauses 33 habe ich dann dort Ende 2008 die Einrichtungsleitung übernommen.

 

Wie sind Sie in die Pflegebranche gekommen?

Während meines ersten Studiums – das aber nichts mit dem jetzigen Job zu tun hat – habe ich nebenbei in Krankenhäusern und Altenheimen gejobbt. Dabei habe ich gemerkt, dass mir die Arbeit mit älteren Menschen einfach liegt. Aus diesem Grund habe ich noch ein zweites Studium absolviert: Soziale Arbeit für ältere Menschen (Geragogik).

 

Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?

Ich reise sehr gern und interessiere mich für Fotografie und Kultur. Außerdem singe ich in einem Chor.

 

Welcher Aspekt an Ihrer Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß?

Der Aspekt der mir – auch schon als Sozialarbeiterin – am meisten Spaß gemacht hat ist, dass man mit sehr vielen, sehr verschiedenen Menschen zu tun hat. Ich finde es außerdem sehr schön, wenn man merkt, dass sich durch den Einzug bei uns, Dinge positiv verändern: Sei es für den Bewohner, der hier aufblüht, oder auch für Angehörige, die wissen, dass sie sich auf uns verlassen können und, dass sie keine Angst und kein schlechtes Gewissen haben müssen. Außerdem kann ich in der Leitungsfunktion sehr viel mitgestalten und mitwirken: Das ist eine schöne Herausforderung.

 

Worauf sind Sie besonders stolz (Erreichtes in dieser Einrichtung)?

“Stolz” ist ein Begriff, den es bei mir eigentlich nicht gibt (lacht). Was ich aber schön finde ist, dass wir einen sehr guten Ruf im Kiez haben und sowohl Bewohner als auch Angehörige im Großen und Ganzen zufrieden mit uns sind. Außerdem stimmt die Auslastung: Wir bieten hier am Standort ja durch die drei verschiedenen Häuser mehr als 400 Pflegeplätze. Da wir das neueste Haus sind und nur Einzelzimmer mit eigenem Bad bieten, sind wir auch die teuerste Einrichtung. Trotzdem sind wir voll belegt.

 

Wie binden und fördern Sie gute Mitarbeiter?

Mir ist es wichtig, meinem Team viele Gestaltungsmöglichkeiten und Freiheiten zu geben. Außerdem versuche ich, eine flexible Arbeitszeitgestaltung zu ermöglichen – gerade wenn es zum Beispiel um Kinderbetreuung geht. Zudem bieten wir sehr viele Fort- und Weiterbildungen an, es gibt Mitarbeiter- und Weihnachtsfeiern, Gutscheine und vieles mehr.

 

Was bieten Sie speziell für Angehörige an?

Unser Aufnahmeprozess ist sehr intensiv und wir nehmen uns sehr viel Zeit, um Fragen zu beantworten und den Einzug optimal vorzubereiten. Unabhängig davon gibt es verschiedene Veranstaltungen für Angehörige: Zum Beispiel Informationsabende zu bestimmten Themen oder den Angehörigenstammtisch, bei dem auch Angehörige untereinander ins Gespräch kommen können. Dreimal im Jahr gibt es außerdem spezielle Veranstaltungen, zu denen Bewohner mit ihren Angehörigen eingeladen sind: Den Likörabend, den Weinabend und das Candle-Light-Dinner. Außerdem findet einmal im Jahr das Erinnerungscafé statt, bei dem den Verstorbenen des Vorjahres gedacht wird. Und ansonsten sind unsere Türen selbstverständlich jederzeit offen.

 

Worauf sollten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Wahl der Pflegeeinrichtung besonders achten?

Wichtig ist meiner Meinung nach vor allem das Bauchgefühl und der Eindruck den man gewinnt, wenn man durch das Haus geht. Sieht man Bewohner? Wie wirken die Bewohner? Lebt das Haus? Wie wird mit den Bewohnern gesprochen? Wie reden die Mitarbeiter untereinander? Außerdem gibt es ja ganz viele Checklisten – die sicherlich auch ihre Existenzberechtigung haben. Allerdings sollte man die einzelnen Punkte meiner Meinung nach nicht überbewerten.


Interview

Gespräch mit Pflegedienstleiterin Clarissa Lejeune-Jung


Seit wann sind Sie bereits im Haus 33 tätig?

Ich habe 2009 – also kurz nach der Eröffnung – die Pflegedienstleitung hier im Haus übernommen. Damals waren erst 25 Betten belegt.

 

Wie sind Sie in die Pflegebranche gekommen?

Ich bin gelernte Pflegefachkraft und habe zusätzlich die Ausbildung zur Wohnbereichsleitung und zur Pflegedienstleitung absolviert. Im Anschluss habe ich Betriebswirtschaftslehre studiert und ein großes Krankenhaus mit 500 Betten im süddeutschen Raum geleitet. Nachdem ich dann eine Zeit lang in einem Krankenhaus in Frankfurt am Main gearbeitet habe, bin ich wieder zurück in die Altenpflege gewechselt.

 

Welcher Aspekt an Ihrer Arbeit macht Ihnen am meisten Spaß?

Sowohl die Arbeit mit meinen Mitarbeitern als auch die Arbeit mit den Bewohnern bereitet mir viel Freude. Außerdem macht es mir Spaß, das Konzept der Seniorenstiftung umzusetzen. Dabei habe ich aber auch sehr viele Freiräume, eigene Ideen zu verwirklichen.

 

Worauf sind Sie besonders stolz (Erreichtes in dieser Einrichtung)?

Wir haben eine gute Auslastung bzw. Belegung der Zimmer – das ist ein Zeichen für die hohe Pflegequalität hier im Haus. Außerdem arbeiten wir kontinuierlich an unseren Prozessen und haben ein tolles Qualitätsmanagement, das uns hierbei unterstützt.

 

Wie binden und fördern Sie gute Mitarbeiter?

Wir haben ein sehr großes Fort- und Weiterbildungsangebot. Außerdem ist es mir sehr wichtig, dass die Teams gut harmonieren und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Dazu gehört vor allem gute Kommunikation und auch, regelmäßig gemeinsam die Arbeit im Team zu analysieren.

 

Worauf sollten Pflegebedürftige und ihre Angehörigen bei der Wahl der Pflegeeinrichtung besonders achten?

Wenn ich für einen Angehörigen suchen würde, wäre es mir zum Beispiel wichtig, dass das Haus modern ist. Ein modernes Pflegeheim ist für mich gleichbedeutend mit Entwicklung und modernen Prozessen. Außerdem würde ich auf die Umgangsformen zwischen Mitarbeitern und Bewohnern, aber auch zwischen den Mitarbeitern untereinander achten. Und ich denke, ein guter Tipp ist es, auch mal mit dem Heimbeirat und verschiedenen Mitarbeitern zu sprechen.